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@Webmaster: Tipps zu Google-AdSense™
Leider ist der folgende Hinweis nötig:
Aus gegebenen Anlaß vorab ein Wort zum Copyright: Webseitenbetreiber dürfen Inhalte dieser AdSense gewidmeten Unterseite auf ihre Seite übertragen, wenn Sie den TEXT VOLLSTÄNDIG UMSCHREIBEN, um eine Zurückstufung im Google-Suchmaschinenranking wegen 'duplicate content' zu vermeiden. Das wörtliche Kopieren dieses AdSense-Contents ist daher nur entsprechend dem Zitierrecht unter Angabe der Quelle [André Chinnow "Tipps zu Google-AdSense™" Hamburg 2007] erlaubt.



Inzwischen hat fast ein jeder Werbung auf seiner Homepage - doch den wenigsten sind die Besonderheiten des Affiliates-Marketing vertraut. Im AdSense™-Forum, in dem AdSense-User anderen helfen und in dem ich gelegentlich aktiv bin, wiederholen sich die Inhalte der Anfragen endlos. Darum brachte ich in meinen 'Blog Computing' eine kleine Zusammenfassung des Diskussionsstandes. Weil der "Post" nach diversen Erweiterungen unübersichtlich geworden ist, habe ich ihn hierhin ausgelagert. Kommentare, Korrekturen und Verbesserungsvorschläge sind mir willkommen, bitte postet sie unter dem nun fast leeren Post im Blog http://www.chinnow.net/blog/2007/08/webmaster-tipps-zu-google-adsense.html oder gebt sie am Ende dieser Seite ins Feedback-Formular ein.


1. Bist Du einsam oder brennt die Hütte?

Es beginnt mit der Frage, ob sich für Dich das Werben mit Google AdSense™ und Co lohnt oder nicht. Je nachdem, ob Du von AdSense leben willst oder es Dir nur um einen Ausgleich für die Providerkosten geht, ist die Standortfrage elementar. Ich kann in diesem unseren kleinen Land Deutschland in deutscher Sprache nur eine relativ kleine Gruppe von derzeit etwa 80 Millionen potentiellen Usern erreichen. Schreibe ich dagegen in englischer Sprache - sofern ich derer mächtig bin - erreiche ich etwa 240 Mio US-Amerikaner plus 32 Mio Kanadier plus 20 Mio Australier plus 60 Mio Briten plus eine ungezählte Anzahl der englischen Sprache mächtiger Nicht-KanadierUSAmerikanerAustralierBriten. Du siehst nun, warum noch kein deutscher Blogger wie Jeremy Schoemaker von www.shoemoney.com einen hundertzweiunddreißigtausend US-Dollar-Scheck von AdSense zugesandt bekam (siehe unten).

Dies liegt nicht an der vermeintlich zurückhaltenden Mentalität der Deutschen und auch nicht an der hier bevorzugten Banküberweisung für die Zahlungen: Es liegt daran, dass Du mit wenigstens 352 Millionen englischsprachigen Menschen fast fünf mal mehr User erreichst als mit unserem lokalen Dialekt. Wer von den Einnahmen seiner Seiten leben will, muss also entweder Englisch lernen oder Chinesisch - die zweite große Sprache dieses Planeten. Gut, momentan ist noch nicht jeder chinesische Landwirt online, aber das kommt. Viele Chinesen würden allerdings schon deswegen über Werbung meine Seite verlassen, weil mein Chinesisch diesen schrecklichen norddeutschen Akzent hätte :-).

Willst Du also einen im Hinblick zum Aufwand akzeptablen Ertrag erzielen, kostet es Dich einiges - darüber ist sich anfangs kaum einer im Klaren. Der Code ist schnell eingesetzt - doch dann ist man Stunden, Tage, Wochen oder Monate damit beschäftigt, die Platzierung und Darstellung zu optimieren. Weil ohne Erfahrung zunächst die Klicks ausbleiben. Oder es halt zuwenig sind. Aber auch wenn man viele Klicks hat, will man mehr - eine höhere Vergütung je Klick beispielsweise.

Es kostet Dich also einiges an Zeit, die Dir für die Realisierung von wirklich gewinnbringenden Projekten fehlt. Insofern lohnt sich AdSense nur für denjenigen, der viel Zeit und keine profitablere Möglichkeit hat, mit dieser irgendwelche Einnahmen zu erzielen. Und für denjenigen, welcher eine Seite mit wenigstens 10000 eindeutigen Besuchern täglich hat, weil dort AdSense auch ohne viel Anpassungsarbeit wenigstens halbwegs profitabel ist. An Google zahlen must Du dagegen nichts.

Um den Faden der Einleitung wieder aufzunehmen, gehe ich mal davon aus, dass Du als eifriger, aber noch erfolgloser AdSense-User in unserem germanischen Dialekt schreibst. Und keiner klickt auf Deine Anzeigen. Was ist los? Zuerst einmal brauchst Du Besucher. Also melde Deinen Blog bei allen relevanten Suchmaschinen an. Hierfür musst Du Deine Metatags ordentlich aufbereitet haben. Auch hier ist weniger manchmal mehr: Weniger Keywords, eine kürzere, aber treffende 'Description'. Diese sind Deine einzige Visitenkarte für die potentiellen Besucher Deines Blogs/Deiner Website und sollen den Suchmaschinen-User informieren und für Deinen Content - sprich Inhalte - interessieren. Doch der Suchmaschinen-Traffic ist nicht alles - hat eine Seite Erfolg, folgt unweigerlich der direct traffic. Darunter versteht man Traffic über den eingetippten Seitennamen, über Bookmarks und Verweisen von anderen Webseiten. Es ist, wie Jeremy Schoemaker so schön sagte, freier Traffic und das, was passiert, wenn Leute Deine Seite wirklich wollen.

Bist Du überall angemeldet, solltest Du noch einmal die Ausrichtung Deines Blogs überdenken. Themen wie 'Skurrile Merkwürdigkeiten' oder das 'Computing'-Thema sind nicht die Hits - erfolgversprechender sind da schon die Themen 'Männer sind besser als Frauen', 'Promigeflüster' oder 'Mit dem Blog Kohle wie Dagobert machen'. Solche an Google™- und Yahoo™-Suchbegriffen orientierten Inhalte sind Selbstläufer in den Suchmaschinen, fast egal, wie schlecht Du deine Keywords wählst.
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2. Web-Piraten auf Steuerbord

Nun magst Du es nach einiger Zeit geschafft haben, einen gewissen Umsatz zu generieren, aber irgend etwas ist faul: Deine Seitenzugriffszahlen steigen und steigen, explodieren förmlich, doch Deine AdSense™-Einnahmen stagnieren oder fallen gar. Nein, die Google™-Zahlen sind korrekt. Aber möglicherweise hat ein affiliate sniper (Leute, die Geld verdienen, indem sie Deine Affiliate-ID mit ihrer eigenen vertauschen), ein Webpirat Deine Werbeblöcke manipuliert. Hierfür gibt es wenigstens zwei Wege: Zum einen über einen Trojaner, welcher FTP-Passwörter herausfiltert, so dass die AdSense-ID auf dem Webspace getauscht werden kann. Zum anderen über einen Trojaner auf beliebigen User-Rechnern, der in jeder beliebigen aufgerufenen Webseite beim Laden in den Browser die eventuell vorhandene AdSense-ID austauscht. In beiden Fällen geht der jeweilige Betreiber der Webseite leer aus. Wurde beispielsweise Dein FTP-Passwort mittels eines Trojaners ausgespäht (kommt gar nicht so selten vor wie es erscheint), werden nun alle sechs oder 24 Stunden alle HTML-Dokumente Deiner Webpräsenz manipuliert. Als Infektionsquelle sind übrigens Webseiten laut G-Data stark im Kommen: Gut fünfzig Prozent aller Schadware-Infektionen weltweit lassen sich hierauf, auf die sogenannten Drive-by-Infektionen, zurückführen.

Mir sind zwei verschiedene Formen der Manipulation von Werbeflächen bekannt:
  • ID-Klau: Die AdSense-ID deines AdSense-Accounts wird durch diejenige des Webpiraten ausgetauscht. Und leitet hierüber die Impressions und Klicks auf seinen AdSense-Account um. Google bekommt hiervon nichts mit, weil es bei AdSense keine Bindung der ID an eine Webseite gibt und Google daher keinen entsprechenden Abgleich durchführt. Was nach meiner Auffassung schändlich ist, da ein derartiger Abgleich von AdSense wahlweise angeboten werden sollte und zudem in deren Auswerte-Logik leicht zu integrieren ist.
  • Raub der Werbefläche: Der AdSense-Code wird ausgetauscht gegen den Code eines Affilates des 'schwarzen Werbemarktes' - also eines Webpiraten, der Werbung für eigene oder für eigene und fremde Seiten ungefragt bei Dir schaltet. Teilweise sind derartige Anzeigen oder die verlinkten Seiten laut Bitdefender im Dezember 2007 mit Schadcode versehen, welche den Rechner des Besuchers mit Trojanern infizieren. Derartige Anzeigen sind laut 'Techshout' meist englischsprachig und bewerben neben Pornoseiten auch Viagra und Abnehmpillen. Doch könnte sich nach meiner Auffassung hier ein schwarzer Werbemarkt etablieren, der später auch unwissende Inserenten mit seriösen Zielseiten einbindet. Google bekommt hiervon nichts mit, weil deren Code entfernt ist. Und der Seitenbetreiber würde dies ebenfalls nicht auf Anhieb bemerken, weil die Werbung nicht auffällig geworden ist.
Die oben genannten Manipulationen sind nach meiner Einschätzung kein seltenes Phänomen, weil diese sehr leicht zu bewerkstelligen sind.

Abhilfen gegen Piraterie: Es kann nicht schaden, zur Überwachung des AdSense™-Codes gelegentlich die eigene Seite in einen Browser zu laden und diesen im Quelltext zu überprüfen, insbesondere die ID zu vergleichen. Oder Du aktualisierst Deine Seite mehrmals täglich auf gut Glück, überschreibst damit jeweils den manipulierten Code oder Du änderst häufig und regelmäßig Dein FTP-Zugangspasswort oder Du kriegst heraus, wer manipuliert und wohin, verklagst ihn, prozessierst diverse Jahre mit ungewissen Erfolg und hast vielleicht einen Webpiraten zur Strecke gebracht. Aber danach bist Du möglicherweise mittellos. Also beschränke Dich auf die ersten beiden Punkte und besorge Dir jeden Trojaner- und Virenscanner, der erreichbar ist. Bei mir dauerte es in einem Fall gut zwei Monate, bis 'Lavaso..'s AdAdw...' endlich eine Definitionsdatei lieferte, welche zur Beseitigung eines mir schon länger bekannten, aber manuell nicht entfernbaren Trojaners führte [siehe Blogbeitrag: 'Was funkt denn da? Wer nutzt meinen PC?'].

Eine andere Form der Webpiraterie besteht im Anbieten von 'kostenloser' Analysesoftware, welche dem User detaillierte Zugriffsberichte liefert und einige interessante Einstellmöglichkeiten bietet. Und welche unbemerkt einen Teil oder alle Klicks auf ein AdSense-Konto des Herstellers umleitet. Technisch ist dies in PHP leicht zu bewerkstelligen, so sollte man sich dessen erinnern, wenn bei Einsatz derartiger Programme die Klickzahlen runtergehen.

Und last but not least gibt es Trojaner-, 'Stealware-' oder auch 'Parasiten'-Software, welche die originale AdSense-ID des Webseitenbetreibers auf dem PC des Besuchers mit derjenigen des Webpiraten überschreiben. Spyware, Browser Toolbars und andere auf dem Rechner deines Besuchers installierte Software könnte also Deine Affiliate-ID von Deinen Affiliate-Links entfernen und sie mit ihrer eigenen ID ersetzen.
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3. Statistisches Verwirrspiel

Nun, nehmen wir mal weiter an, Dein Blog läuft gut und Deine Seiten sind nicht gehijackt - wieso sind die Googles AdSense™-Impressions im Vergleich mit Deinen Providerdaten so miserabel? Ganz einfach: Dein Provider zählt jeden Aufruf einer Seite, egal von wem. Auch diejenigen von sogenannten Bots, den Suchmaschinen-Spidern. AdSense dagegen zählt nur Klicks und Impressionen von Usern, die Cookies enabled haben UND Javascript enabled haben UND Bilder enabled haben UND deren Browser das iframe-Tag verarbeiten kann. Impressionen durch nachgeladene Framesets werden ebenfalls nicht gezählt, wenngleich mir der AdSense-Support versicherte, dass in diesem Fall alle Klicks gewertet würden. Darüber hinaus habe ich festgestellt, dass nur dann eine Impression für eine geladene Seite gezählt zu werden scheint, wenn der Besucher wenigstens einmal mit der Maus über die Anzeige gekommen ist (Auswertung durch AdSense mittels OnMouseOver).

So fällt in der AdSense-Zählung der Impressionen ein guter Teil des Web-Traffics unter dem Tisch. Und erst, wer von diesen verbliebenen Besuchern auf eine Werbeanzeige klickt und auf der dann erscheinenden vollständig aufgebauten Zielseite nochmals klickt, produziert eine Einnahme über einen AdSense-'Klick'. Somit relativieren sich in der wirtschaftlichen Bedeutung die ach so tollen Provider-Zugriffsdaten. Sie werden Makulatur. Es zählen im Grunde nur die AdSense-Daten, aus welchen sich das Geld generiert.

Um die AdSense-Daten zu verifizieren, könnte man in jede Seite, die Werbung enthält, den folgenden Code einfügen


Die Datei 'AdSenseCounter.htm' muss hierfür erzeugt werden. Darin kann man noch etwas PHP-Code für die eigene Zählung einfügen. HTML-Dateien werden geparst mit einer angepassten '.HTACESS'-Datei im Root deines Webspace - aber man kann sie auch einfach in 'AdSenseCounter.php' umbenennen. Weil Google nur Impressionen bei eingeschalteten Javascript und IFrame-Tauglichkeit des Browsers zählt, sollten die so ermittelten Aufrufszahlen mit den AdSense-Seitenimpressionen annähernd übereinstimmen.

Andererseits zählt nur AdSense mit seiner Impressionen-Statistik aus einen Cache (Suchmaschinen-Caches, Browsercache) geladene Dokumente mit - diese tauchen in der Providerstatistik und in den Log-Files des Webspace niemals auf. Trotzdem liegen die Providerzahlen in der Regel weit über denen der AdSense-Zählung. Ein typisches Beispiel:
Für den 9. August 2007 zeigt die Providerstatistik für eine Seite 2090 Besucher inklusive Bots etc. und gut 3000 Seitenaufrufe, AdSense vermeldet circa (wegen der Zeitverschiebung des Erfassungszeitraums) 351 Seitenaufrufe (Impressionen), Google-Analytics™ nocheinmal einhundert weniger.
Die von Google-Analytics und Google-AdSense gemeldeten Daten verhalten sich in ihren Änderungen dabei stets parallel und völlig unabhängig von den Schwankungen in der Providerstatistik. Diese Erfahrung machen auch andere AdSense-User, welche zuvor andere Werbeanbieter installiert hatten und nach dem Wechsel zu AdSense massive Einbrüche in den Kickraten vermeldeten.

Eines ist auffällig: Wenn ich einmal ungewöhnlich viele Klicks in 24 Stunden habe, sind diese häufig in nur einem der unzähligen Channel und dazu nicht selten in Nischen-Channel. Man könnte hieraus auf dem ersten Blick schließen, die Channeldaten seien nicht allzu genau zu nehmen, doch mir erscheint es, als würden nur Anteile der tatsächlich erfolgten Klicks für mein zum Webspace gehörige Kundenkonto registriert und abgerechnet. Ist es Zufall, dass Klicks gelegentlich gehäuft in zudem laut Providerdaten nur schwach frequentierten Seiten anfallen? Der AdSense-Support versicherte mir auf eine Nachfrage zur Rolle der Cookies in der Wertung: "Alle gültigen Klicks auf Google™-Anzeigen werden registriert und vergütet, auch wenn ein User in dem verwendeten Browser die Verwendung von Cookies nicht erlaubt oder SSL deaktiviert hat. Das ist aus meiner Sicht glaubwürdig.

Doch können Klicks unbemerkt von mir und Google umgeleitet sein. Ich vermute also in derartigen, augenscheinlich 'unerklärlichen' Abweichungen Auswirkungen der oben beschriebenen Webpiraterie. Als Abhilfe ist zu überlegen, welche Schutzmaßnahmen richtlinienkonform sind und wogegen sie sich richten sollen. Eine völlige Verschleierung der ID, eine Einkapselung o.ä. ist derzeit nicht zu erreichen, weil die Kommunikation des AdSense-Javascriptcodes mit den AdSense-Servern derzeit keine Verschlüsselung kennt respektive zulässt. So müssen die Daten im Klartext an Google gesandt werden, wodurch sie im Seitenquelltext der geladenen Internetseite auslesbar sind. Es wäre sehr kundenfreundlich von Google, über eine Einführung einer Verschlüsselung nachzudenken.

Vermeldet die AdSense-Statistik häufig Klicks, die nicht vergütet werden, können vom AdSense-Team angenommene Richtlinienverstöße der Auslöser sein. Es gibt jedoch eine weitere mögliche Ursache für nicht bezahlte Klicks: Wenn das Feature 'Zugelassene Websites' aktiviert ist und nicht alle URL's und Suchmaschinen-Adressen eingetragen oder aber Schreibfehler gemacht worden sind, werden Klicks außerhalb der explizit erlaubten Websites nicht vergütet. Diese Klicks und die dort anfallenden Impressionen erscheinen jedoch in der AdSense-Statistik. Diese Liste muss also aktuell gehalten werden.
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4. Feintuning mit Bordmitteln

Einige Seitenbetreiber überschätzen die AdSense™ zur Verfügung stehende Anzahl (zu Keywörtern) passender Anzeigen je Werbeblock. Es ist schon häufig nicht möglich, ohne jede Auswahl und Filterung wenige Werbeplätze einer Seite vollständig mit Werbung zu füllen. Mit einer Selektierung über 'Produkte/Empfehlungen' im AdSense-Setup vermindert man die Chancen auf Platzierung von Anzeigen deutlich, wenn kein Häkchen vor 'Anzeigen mit der besten Leistung erfassen' gesetzt ist.

Aber auch jetzt kann es Dir erscheinen, als wäre Dein Einkommen im Verhältnis zu den AdSense-Impressionen zu gering. Nun kommen zwei weitere Variablen respektive Faktoren ins Spiel: Erstens die Klickrate (Seiten-CTR), welche das prozentuale Verhältnis der gewerteten Werbe-Klicks zur Anzahl der von Google AdSense registrierten Seitenaufrufe abbildet. Eine CTR von 2,00 besagt beispielsweise, dass in 2 von hundert von Google™ registrierten Seitenaufrufen auf Werbung geklickt wurde und zudem auf der Zielseite ein weiterer Klick erfolgte. Die CTR ist ein guter Indikator, um die Qualität der Platzierung der Werbeblöcke abzuschätzen. Ist die CTR unter 1% im Durchschnitt aller Seiten (!), besteht in dieser Hinsicht dringender Handlungsbedarf. Ist sie zwischen 2 und 4 Prozent, ist dies ein m.E. guter Wert. Einzelne Seiten können dabei durchaus Werte um 10 Prozent aufweisen, dies gleicht sich i.d.R. aus mit schwächeren Seiten der Webpräsenz. Wie kannst Du nun die Seiten-CTR erhöhen? Durch zwei Faktoren: Einmal durch eine optimale Platzierung der Werbeblöcke innerhalb der Seite und zweitens durch eine ansprechende Gestaltung.

Zur Platzierung der Werbeinseln folgt hier ein Beispiel aus meiner Seitenstruktur:
Werbeinseln unter der Lupe
Das Auge des Betrachters fokussiert zunächst entweder den Bereich oben links oder oben Mitte. Daher ist dieser in der Direktvermarktung am teuersten respektive verspricht die höchsten Klickzahlen. Je weiter der Werbeblock nach rechts unten verlegt wird, desto geringer sind die Zugriffe hierauf und damit die CTR. So sind in diesem Beispiel die Zonen A und B vorteilhaft, C und D neutral und alles darunter wäre ungünstig. Wenn Du ein Forum hast, bietet sich beispielsweise direkt links neben dem Login-Bereich eine Big-Rectangle-Werbeinsel an. Denn Werbeblöcke bieten stets denjenigen Usern Austrittsangebote, welche die Seite ohnehin verlassen wollten.

Der zweite für die CTR bedeutsame Faktor ist die Gestaltung der Werbeinseln. An ihr scheiden sich die Geister. Manch einer mag es grell und flimmernd und hält dies für effektiv, der andere gestaltet die (Text)Werbung so unauffällig, dass sie fast unsichtbar ist. Ich liege etwa in der Mitte - hebe sie insbesondere in den Blogs optisch mit den Farben des Randmenüs hervor, damit man sie zwischen den blogtypischen Elementen überhaupt wahrnimmt. Die sich in der Werbung wiederholende Farbe des Menüs gibt dem Gesamtbild dabei einen harmonischen Anstrich - alles erscheint 'Ton inTon'. Ansonsten soll sich die Werbung möglichst wenig vom Content(!) abheben. Ich habe einen Versuch mit allen '336x280 big Rectangle's' dieser Webpräsenz gemacht: Dieser Werbeblock wurde hierzu als Textanzeige auf den Hintergrund gelegt, den ich oben in diesem Post spaßeshalber für das Inhaltsverzeichnis eingesetzt habe. Das Ergebnis war ernüchternd - ein 100prozentiger Einbruch von dem erfolgreichsten Anzeigenformat zu dem erfolglosesten. Soviel zu meinem kleinen Test einer graphisch auffälligen Anzeigengestaltung.

Für alle, die trotzdem mit graphischen Hintergründen experimentieren möchten, hier ein Beispiel-Code:


Ein weiterer Versuch beinhaltete die volle Integration eines '336x280 Big Rectangle' in den Text, so dass dieser die Werbung umschloss und eigene Navigationslinks sich weniger von den AdSense-Links unterschieden. Diese "Optimierung" brachte mit Ausnahme von einer Seite Einbrüche in der Klickanzahl um ca. 2/3tel, so dass heute auf chinnow.net die großen Werbeinseln vom Content deutlich abgegrenzt präsentiert werden. Allerdings hat im AdSense-Forum hierzu jeder eine eigene Meinung.

So muss ein jeder selbst in Abhängigkeit von Zielgruppe, Seitenstruktur und Content experimentieren. So einfach auch das Anmelden bei AdSense™ und das Einfügen von Code ist, so schwierig ist es also, die Werbung optimal zu integrieren. Ich renovierte beispielsweise vor ein paar Monaten meine sieben Jahre alten Seiten auf ein ansprechenderes Style in CSS-Technik und habe damit die Einnahmen und Klicks verfünffacht. Es reicht zwar noch nicht für die Raten einer Hypothek, aber die Seite ist nun wenigstens kein Zuschussgeschäft mehr.

Die zweite wichtige Variable neben der Klickrate (Seiten-CTR) ist der erzielte Preis per Klick, welchen AdSense in den Statistiken nicht ausweist. Du kannst ihn jedoch leicht errechnen. Dividiere die Einnahmen eines beliebigen Zeitraumes durch die Anzahl der Klicks in diesem Zeitraum. Zwar bringt ein einzelner Klick auch mal USD 1,60 oder branchenbedingt nur einen Cent, doch ist im Durchschnitt ein Wert von etwa USD 0,16 je Klick realistisch - in der Spanne von 10 bis 30 Cent. Wer über längere Zeit mehr hat sollte sich freuen, wer weniger hat das folgende beachten: Der Klickpreis kommt in einer Art Auktion zustande - gibt es viele Inserenten, ist der Preis höher, um die Anzeigen platziert zu bekommen. Sind in einer Branche nur wenige Nachfrager (Inserenten), ist die Klickvergütung geringer. Hast Du zudem viele Werbeinseln auf einer Seite, werden nicht nur diejenigen Anzeigen mit dem höchsten Klickpreis platziert, sondern auch geringer vergütete. Dann ist es reiner Zufall, ob der User auf die teure Annonce oder den Billigheimer daneben klickt. Weniger (Werbung) ist also mehr.

Eine weitere Stellschraube sind die Keywörter und Überschriften. Ich empfehle bei zu geringen Klickpreisen, mit den Keywörtern zu experimentieren, um mehr Nachfrager nach den vorhandenen Werbeplätzen zu erhalten. Aber Vorsicht: Wenn die Keywörter nicht in Anzahl und Inhalt dem Content entsprechen, verliert man schnell seine Listung in den Suchmaschinen. sonst Zudem sollten der Dokumentname, der Seitentitel im Metatag und die Überschrift-Tags 'h1' und 'h2' gezielt eingesetzt werden, da diese nicht nur von der Google-Suchmaschine, sondern auch von Google-AdSense zur Contenterkennung herangezogen werden. Doch ohne eine Mindestmenge an weiterem Content, sprich Text, geht es nicht. Dort wo nicht-relevanter Text ausgeklammert werden sollte , kann dieser in die folgenden HTML-Kommentare gesetzt werden:


Siehe hierzu auch die entsprechende Seite der AdSense-Hilfe. Möchtest Du dagegen relevanten Content für die AdSense-Analyse definieren, nutze die im nächsten Kapitel gezeigten Tags.

Wie sollte man Werbung platzieren, wenn man selbst auf seiner Webseite Produkte und/oder Dienstleistungen verkaufen möchte? In diesem Fall ist mehr als auf nicht-kommerziellen Seiten darauf zu achten, dass Werbung dem Nutzer nur als Ausstiegsmöglichkeit(!) dient, wenn er ohnehin das Weite suchen will.

So dürfte in der Menüspalte für das Auge des unruhigen Besuchers, der dort nichts von Interesse gefunden hat, ein vertikaler AdSense-Linkblock 120x90 unter das eigene Menü gesetzt werden - in denselben Farben wie der eigene Linkblock.

Im Hauptfenster verschenkte Überschriften wie 'Willkommen' o.ä. ersetzen durch Überschriften, die bereits Keywords aus den Metatags enthalten. Dabei die Hauptüberschrift wie oben beschrieben in 'h1'-Tags und die Unterüberschrift in 'h2'-Tags setzen - das ist wichtig für Suchmaschinen, werten diese auf Keywords hin aus. Über CSS-Code kann das Erscheinungsbild der 'h1/2'-Tags verändert werden. Darunter folgen jeweils markante oder besonders günstige Produkt- /Dienstleistungs-Beispiele. So sieht jeder gleich, was angeboten wird. Wer jetzt immer noch nicht im Shop oder auf den Unterseiten ist, darf endlich über Werbung die Seite verlassen - hierunter könnte also beliebige Werbung folgen - nur nicht von Konkurrenzseiten, die ggf. zu filtern sind.

Der Kern des Ganzen ist: Die Besucher sind extrem ungeduldig - ein 'Willkommen' beispielsweise liefert keinerlei Informationen. Der Blick wandert zudem nach dem Betreten - vereinfacht gesagt - von links oben zur Mitte der Seite. Wenn dort nichts geliefert wurde, was ihn zum Betreten des Shops motiviert, ist der potentielle Kunde weg. So wäre es ohnehin besser, einen Shop selbst in den Vordergrund zu stellen und als Einstiegsseite zu gestalten - denn dann ist der Kunde wenigstens schon drin. Oder kann man sich den Online-Buchhändler Amazon mit einer Shop-unabhängigen Einstiegsseite vorstellen?

Ein Wort zur Platzierung von Anzeigen in der Nähe von Links/ Navigationselementen der Webseite. Wenngleich Google diese Nähe einerseits in den Optimierungshinweisen ausdrücklich empfiehlt, dieses in den Programmrichtlinien nicht ausdrücklich ausschließt und auch 'Erfolgsseiten' als Vorbilder hinstellt, die genau dies praktizieren, scheint sich doch eine Wende in der Bewertung zu vollziehen. Eingeleitet wurde der Umschwung durch einen Post eines AdSense-Pro aus Mai 2007, in welchem genau diese Praxis als Grund für eine Nicht-Wertung der Klicks und ggf. einer Schließung des AdSense-Kontos genannt wird.
Link zum AdSense Blogposts Themen-Spezial: Das Risiko ungewollter Klicks
Link zu einer Diskussion dieses AdSense-Posts im Abakus-Forum

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5. Hilfe - die Anzeigen passen nicht

Warum nur darf sich der AdSense-Publisher nicht selbst diejenigen Kategorien aussuchen, welche optimal zu seiner Webseite passen? Weil wir nicht alle nur Englein sind. Denn wenn er Kategorien frei wählen könnte, würden zwar nicht alle, aber doch nicht wenige Publisher nicht optimal passende Kategorien wegen der dort bekannt höheren Klickpreise vorgeben. Also die Anzeigenplatzierung manipulieren. Diese Manipulation wäre eine Form von Betrug, der in seinen Auswirkungen korrekt arbeitenden Publisher ebenso schädigen würde wie die Werbenden.

Aber woran liegts, wenn die Anzeigen nicht passen? Meist liegt es am fehlenden Content, sprich Text-Inhalten, aus welchen der AdSense™-Spider seine Informationen für die kontextbezogenen Anzeigen ziehen kann. Doch auch das Folgende spielt eine Rolle (Mail von Google-AdSense an Sandro Feuillet):
"Unser System klassifiziert Webseiten automatisch anhand der Art des darauf gefundenen Contents. Zurzeit schalten wir keine bezahlten oder, wie in Ihrem Fall, unpassende Google™-Anzeigen auf Webseiten, die potentiell kritischen, negativen oder nicht jugendfreien Content enthalten."
Wie kann man nun die Anzeigen-Sprache beeinflussen - gerade wenn eine Seite mehrsprachig und dynamisch erstellt ist? Die Anzeigensprache richtet sich primär nach dem Content - enthält ein deutscher Text beispielsweise viele englische Begriffe, könnte es passieren, dass englischsprachige Anzeigen geschaltet werden. Oft ergeben sich Probleme aus zuwenig von AdSense auswertbaren Content. Zur Behebung dieses Problems gebe man an beliebiger Stelle in den HTML-Code etwas Text in der gewünschten Sprache und möglichst mit den für die Anzeigenabstimmung relevanten Begriffen ein und setze diesen in die folgenden Tags:


Hierdurch wird ausschließlich der zwischen den Tags befindliche Text zur Anzeigenabstimmung verwendet - neben dem Dokumentnamen, den Keywords, dem Seitentitel und den in 'h1'-Tags eingebetteten Überschriften.

Aber auch eine clientseitige GZIP-Komprimierung zum schnelleren Laden der Webseiten und Minimierung des Traffics führt dazu, dass sowohl der AdSense- als auch der Google-Spyder nur Hyroglyphen sieht - der Netscape 4-Browser stürzt damit übrigens vollständig ab. AdSense empfiehlt zum Testen der Lesbarkeit den antiquierten LYNX-Editor - wenn in diesem nach dem Laden der Seite nur unverständliche Zeichen angezeigt werden, muss man diesen Punkt korrigieren. Eine serverseitige (via Apache) GZIP-Komprimierung scheint dagegen bei richtiger Konfiguration das Auslesen nicht zu stören.

Dies alles will sorgsam im Hinblick auf die Auswertung sowohl von Google-AdSense als auch der Google-Suchmaschine abgestimmt und berücksichtigt sein.
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6. Programmrichtlinien & AGB - was soll's?

Das ist ja sooo cool - ich werde Geschäftspartner von irgendwem und kümmere mich nicht im Geringsten um die Bedingungen. Denn die anderen Partner lesen das Zeug ja wohl ebenfalls nicht. Oder doch?

Fakt ist, dass das AdSense-Forum voll ist mit Klagen von Leuten, denen der Account ohne Vorwarnung gesperrt oder deren AdSense-Konto gleich ganz geschlossen wurde. Und die dies bedauern. Ja, man habe gelegentlich auf Anzeigen geklickt oder Freunde klicken lassen und dass bestimmte Seiteninhalte und AdSense sich nicht vertragen, wusste man halt nicht. Und dass die verwendeten Methoden zum Erhöhen des Traffic und/oder Rankings einer Seite von Google unerwünschte Methoden sind - woher soll man das wissen? Und warum ist überhaupt der AdSense-Linkblock gleich neben dem Meinigen denn verboten? Kurz gesagt: Es spielt keine Rolle, warum etwas nicht toleriert wird, sondern für Dich als Geschäftspartner von Google ist nur von Bedeutung, was toleriert wird. Und was nicht. Darum sind die AGB und die Programmrichtlinien eine Art Bibel im Sinne von einer bindenden Geschäftsgrundlage. Und zu lesen (Links im letzten Kapitel)).

Doch kann man auch in Schwierigkeiten kommen, wenn man viele schwer zu kontrollierende Seiten hat. Wenn Du über beispielsweise einhundert aktive Domains mit großen Anteil von nutzergenerierten Content verfügst, bedarf es weiterer Schutzmechanismen, um die Konformität zu AGBs und Programmrichtlinien zu gewährleisten. Das AdSenseQuality Team empfahl einen solchen Publisher:
  • vor dem Platzieren von Anzeigencode jede Seite nach eigener Urteilskraft zu bewerten;
  • Unterseiten mit vielen Impressionen vorsorglich mindestens einmal die Woche zu überprüfen;
  • Keyword-Filter (Beispiele: nicht jugendfreier Content, Pay-To-Services, mit Hacking verbundene Inhalte, Glücksspiele usw.) einzusetzen. Dies vor allem auf Seiten mit Inhalten, die nutzergeneriert sind. Das AdSense-Team gibt zwar keine genaueren Informationen zur Keyword-Filterung oder Content-Filterung, doch findet man diese leicht über die Google-Suchmaschine.;
  • einen Link für die Meldung eines Verstoßes auf allen Seiten mit Content, der von Nutzern generiert wird, einzufügen.
In der folgenden Situation befinden sich Google und der AdSense-Nutzer in Bezug auf Drittanbieter-Software wie AdLogger & Co:
Weil das AdSense-Team selbst keinerlei Einfluß auf Drittanbietertools hat, sieht man sich nicht in der Lage, Empfehlungen auszusprechen oder Third-Party-Tools zu unterstützen. Google empfiehlt, jedes der in die engere Wahl genommenen Software-Lösungen sorgfältig auf Konformität mit AGB und Programmrichtlinien zu überprüfen. Google empfiehlt desweiteren, niemals wichtige persönliche Informationen oder Angaben zur Website in der Nutzung derartiger Software preisgeben. Unter anderem sind hiermit Passwörter (AdSense & Webspace) gemeint. Die Verantwortung für die Nutzung dieser Tools und für deren Konformität mit den Allgemeinen Dienstleistungsbedingungen von AdSense liegt alleine bei dem Nutzer.

Google ist also aufgrund fehlender Einflussmöglichkeiten auf die Hersteller dieser Tools nicht in der Position, einer Nutzung zuzustimmen. Würde man zudem für ein Tool eine Aussage machen, würde erwartet werden, dass für jedes der unzähligen, sich stetig wandelnden Tools Stellung bezogen würde. Da Fremdsoftware jedoch nicht dem Einfluß Googles unterliegt, kann die heute konforme Softwarelösung schon morgen AGB oder Programmrichtlinien verletzen. Einen Lichtblick scheint es bei allen Vorbehalten zu geben: Das Analysetool und Klickbegrenzer 'AdLogger' scheint von Google in seiner derzeitigen Form akzeptiert zu werden. Basis für diese Annahme ist eine an sich neutrale Formulierung des AdSense-Teams in einer Antwortmail an mich aus November 2007.

Tipps zur Konfiguration von AdLogger: AdLogger sollte auf 3 erlaubte Klicks in 24h eingestellt werden - aus dem folgenden Grund nicht auf einen Klick:
AdLogger notiert bereits einen Klick, wenn der Besucher beispielsweise eine Seite geladen hat, sich mit der Maus über die Werbung(!) bewegt und dann irgendwo - beispielsweise auf einen Link - klickt. Damit nun nicht schon dann die Werbung nicht mehr angezeigt wird, wenn er ein paarmal die Seiten gewechselt hat und jeweils zufällig über die Werbung kam, empfehle ich den Wert '3'. Wenn jedoch in den AdLogger-Einstellungen unter 'Block Info' häufig Besucher geblockt werden, welche nur vier oder fünfmal auf "Werbung" klickten, würde ich '6' empfehlen - denn diese haben vermutlich nicht in Absicht einer Schädigung auf Werbung geklickt. Wenn ein Besucher dagegen bei durchschnittlich drei besuchten Seiten lt. Webstatistik öfter als sechsmal geklickt hat, wäre von einer möglichen vorsätzlichen Schädigung auszugehen. Dieser Besucher gehört geblockt.

Fazit: Es gibt zwar einige Alternativen zu AdLogger, die jedoch annehmlich entweder Klicks dem eigenen Account zuleiten oder sehr teuer sind oder deren Anwendung von AdSense sanktioniert wird oder alles zusammen. Ich würde diese nicht in Erwägung ziehen.

Eigenklicks sind strengstens verboten und werden - wenn diese häufiger vorkommen - von AdSense mit Ausschluss geahndet. Inwieweit Eigenimpressionen Auswirkungen auf die Wertung von Anzeigenklicks im AdSense-Algorythmus haben, ist ungeklärt. Wenn die AdSensler Klickbetrug vermuten, wird es kritisch. Wenn mal der eine oder andere Klick nicht gleich gutgeschrieben wird, macht das nichts. Aber bei vielen offenen Klicks sollte man dringend die Programmrichtlinien UND die AGB und bei Unklarheiten die Hilfeseiten studieren. Und die Webseite und/oder das Verhalten anpassen. Denn: They never come back :-))

AdSense hat diverse Parameter, an denen es Täuschungsversuche festmacht. Man sollte besser nicht versuchen, cleverer zu sein als deren Team. Immerhin bietet Google eine Möglichkeit, zu Testzwecken Eigenimpressionen und Eigenklicks von deren Wertung auszunehmen:

Durch Einfügen von


zu den AdSense-Variablen (Textfarbe, Hintergrundfarbe etc.) werden sämtliche Impressionen und Klicks ignoriert - zudem wird der Anzeigenhintergrund bei Textanzeigen auf schwarz gesetzt. Letzteres hat zwar keinen Einfluss auf die Wertung, verhindert jedoch, dass man vergisst, den Testmodus wieder zu verlassen, die Variable aus dem Code zu entfernen.

Ich rate dennoch davon ab, selbst im 'adtest'-Modus bewusst auf Anzeigen zu klicken. Denn es ersetzt kein Preview-Tool und war offenbar ursprünglich nur für 'AdSense-Großkunden' gedacht. Wir wollen es uns nicht verderben :-).
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7. Last but not least: Internes Controlling

Und wie will man den Erfolg oder Misserfolg dieser Anpassungen überprüfen? Dafür gibt es die segensreichen AdSense™-Channel. Ein Channel ist ein definierter Bereich, dessen Auswertung man sich separat anzeigen lassen kann. Die Einrichtung von Channels selbst hat keinerlei Einfluss auf Klickrate und Vergütung - es ist nur ein Analyseinstrument. Ich empfehle, einmal für alle Werbung enthaltende Dokumente sowie für die ganze URL jeweils einen sogenannten 'URL-Channel' einzurichten. Darüber hinaus empfehlen sich 'benutzerdefinierte Channel' für jede Anzeigenart (Link-Block, Anzeigenblöcke: 728x90, 468x60, 234x60, 120x600 etc.). Am besten richtet man einmal für jede von AdSense gebotene Anzeigenart einen Channel ein, dann kann man später frei dilettieren, ohne sich hierum kümmern zu müssen. Und wer Seiten zu verschiedenen Themenbereichen wie beispielsweise Software und eBooks hat, mag vielleicht für diese auch noch zwei weitere separate Channel einrichten. Mehr Auswertung geht nicht.

Ein Wort zu den von AdSense ermittelten Impressionen: Dieser Wert weicht unter anderem deshalb von dem Wert in der Provider-Statistik ab, weil AdSense bei einer geladenen Seite nur dann eine Impression zu werten scheint, wenn der User mit dem Mauszeiger die Werbefläche überquert hat. Dazu müssen Images, Cookies und Javascript im Browser enabled sein.

Darüber hinaus ließe sich noch vieles über Themenwahl und Keywords, über Schreibstil und Aktualität sagen - vielleicht in einem späteren Beitrag. Hier haben wir erst einmal AdSense in die Karten geguckt - etwas flüchtig, denn dies ist kein Lehrbuch für Webdesigner. Dass man nun bei allen Versuchen, das System zu schlagen, es nicht übertreiben sollte, liegt auf der Hand. Google™ duldet keine Verletzungen der Programmrichtlinien, schon gar nicht auf Dauer. Einige interessante Hinweise hierzu finden sich auf www.selfhtml.de.

Ab wann kann denn nun ein Seitenbetreiben von seiner Webpräsenz leben? Nun, wenn es wie oben angeführt mit einer gut gestalteten Seite 16 US-Cent je Klick gibt und etwa 1,5 Prozent der Besucher über Werbung die Seite verlassen, dann verdient man mit je eintausend Besuchern $ 2,40. Um auf ein den von einigen politischen Parteien angedachten Mindestlohn von EUR 7,50 /Stunde zu kommen, bedarf es im Monat etwa 650000 Besucher:
€ 7,50*160 Monatsarbeitsstunden = € 1200 p.M. entspricht ca. $ 1560,- bei Wechselkurs 1,30. $ 1560,- dividiert durch $ 2,40 je tausend Besucher = 650000 Besucher/Monat.
Das ist nur ein Beispiel - manche wie Schoemaker mit seiner links abgebildeten Abrechnung für die 100% user generated Klingelton-Seite www.nextpimp.com haben höhere Einnahmen je tausend Besucher, viele jedoch weniger (BtW: Vorsicht beim Veröffentlichen von AdSense-Daten - Shoe hat hierfür Googles Erlaubnis eingeholt). Und diejenigen, die ohnehin weniger Besucher haben, freuen sich schon wie Bolle, wenn die Fixkosten der Webpräsenz gedeckt sind. Diejenigen meiner Leser jedoch, die keine Webseite betreiben und den Text bis hierhin durchgehalten haben, fragen sich vermutlich, warum um sowenig Geld soviel Aufhebens gemacht wird. Vielleicht ist es, weil ein jeder heimlich davon träumt, seinem Chef Adieu zu sagen und sich in diesem rauhen Lebenssystem auf eine krisensichere Art und Weise vollständig selbst versorgen zu können. Und eben daran basteln wir...
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