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Day Trader
Als Day Trader gilt per Definition jeder,
der innerhalb eines 5-tägigen Zeitraums viermal bzw. häufiger eine
Aktie am gleichen Tag kauft und wieder verkauft (dies wird auch als
round trip bezeichnet). Diese Trades müssen dabei mehr
als 6 % des gesamten Ordervolumens ausmachen. Demzufolge ist jemand
ein Day Trader, der innerhalb eines 5-tägigen Zeitraums mindestens
viermal Day Trades durchführt, wenn diese mehr als 6 % des gesamten
Ordervolumens betragen.
Dedicatet short bias
Strategie mit Schwerpunkt auf Leerverkäufen (short
selling). Das Portfolio setzt netto auf fallende Kurse
Dispositionseffekt
Im Gewinnbereich befindliche Aktien werden zu früh,
verlustbehaftete Werte dagegen zu spät verkauft, weil Anleger verlustbehafteten
Aktien immer wieder eine Chance gäben. Sie spüren einen Widerwillen,
sich von der Aktie zu trennen, wenn sich nicht noch einmal mehr der
historische Einstandskurs hereinholen ließe. Es macht jedoch keinen
Sinn, Verluste auszusitzen, wenn sich keiner für den Wert interessiert.
Gleichwohl sind Investoren schnell bereit, sich von vorteilhaft entwickelten
Aktien zu trennen, da Investoren ihre Gewinne nicht wieder verlieren
wollten. Selbst Kompetenz und Routine immunisieren nicht gegen diesen
Effekt. Lösung wäre die Placierung von Stopp-Los-Orders: Man gibt einen
Kurs an, bei dem die Aktien automatisch abgestoßen werden. So kann
direkt nach dem Kauf ein stetiges Abstoßen der Aktien für den Fall
festgezurrt werden, dass ein zuvor definierter Verlust überschritten
werde
Dow Jones Industrial
Die Aussagekraft dieses Korbs geht gegen Null. Er taugt
bestenfalls als Stimmungsbarometer. Begründung:
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Er umfaßt nur 30 Aktien
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Die Zusammensetzung des Korbs wird gelegentlich
verändert. Bei nur 30 Werten sind so Vergleiche der aktuellen Entwicklung
mit der vor der letzten oder gar vorletzten Änderung nicht aussagefähig.
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Die Berechnungsmethode beinhaltet ungleiche Einflüsse
der in ihm enthaltenen Aktien. Der Dow - im Gegensatz zum S&P
500 - reflektiert nicht die Marktkapitalisierung seiner 30 Werte,
sondern hebt auf die absolute Kurshöhe der Aktien ab
Dreifache Hexenstunde (Triple witching day)
Am dritten Freitag des Monats am Quartalsende werden
gleichzeitig Terminkontrakte auf Aktienindizes, Optionen auf diese
Kontrakte sowie Optionen auf einzelne Aktien fällig. Extreme Kursbewegungen
bis zum Mittwoch darauf sind die Folge des Ausgleichs des Open Interest,
der Gesamtheit aller offenen Positionen aus Optionen. Verluste aus
diesen Kontrakten können nicht länger ausgesessen werden; glattstellen
mit Verlust oder Barausgleich zahlen oder Überrollen und auf bessere
Zeiten hoffen sind die dem Anleger in dieser Situation noch verbliebene
Möglichkeiten. So kann ein Abwärtstrend durch Glattsteller von Verlusten
aus Call-Optionen (Options-Wetten auf steigende Kurse) verstärkt werden.
In Erwartung weiter fallender Kurse können diese Verkäufe natürlich
auch schon wenige Tage vorher beginnen. Wenn Investoren übrigens eventuell
geforderte Nachschüsse nicht leisten können, kommt es an diesen Tagen
zu trendverstärkenden Verkäufen/ Käufen.
Earnings-season
Nach einen jeden Quartal veröffentlichen die in den
bedeutenden US-Indizes gelisteten Unternehmen ihre Unternehmens-Ergebnissen
des letzten Quartals.
Equity market neutral
Strategie mit marktneutralem Risiko. Identische Positionen
auf der long (Kauf-) und short- (Verkaufs-) Seite
Euphorie
Sind alle positiv gestimmt, sind fast alle unerfahrenen
Kleinanleger investiert, das Erfahrene Großinvestoren ('smart money')
an der Seitenlinie - die Liquidität für den Nachschub fehlt. Signal:
Optimistische Analysten und Börsenbriefe, niedrige durchschnittliche
Barreserven der Fonds und der Anleger.
Fait accompli
Dieser von Kostolani geprägte Begriff beschreibt eine
Form des Herdeneffektes der spekulativ eingestellten Anleger vor wichtigen
erwarteten Ereignissen.
In Erwartung eines die Aktienkurse drückenden Ereignis (Krieg, Zinsanstieg)
verkaufen die Börsianer, weil sie davon ausgehen, dass die Kurse fallen,
wenn das Ereignis eintrifft. Aber wenn alle Marktteilnehmer das Gleiche
tun, geht es schief. Alle Marktteilnehmer wollen nun so klug sein und
schon vorher verkaufen. Dadurch fällt die Börse schon im Vorfeld zusammen.
Tritt das schlechte Ereignis dann tatsächlich ein, haben bereits alle
ihre Papiere verkauft und es kommt kein Material mehr an die Börse.
Die Papiere liegen in den starken Händen, die mit einer Erholung rechneten
und die derzeit nicht bereit sind, welche abzugeben. Und so gibt es
plötzlich nur noch Käufer und wenig verkaufsbereite Aktienbesitzer.
Die Hausse ist da und verstärkt sich durch ihre Anziehungskraft auf
das Publikum von selbst. Und andersherum: In Erwartung eines die Aktienkurse
fördernden Ereignis (Zinssenkung, Millennium) kaufen die Börsianer,
weil sie davon ausgehen, dass die Kurse steigen, wenn das Ereignis
eintrifft. Aber wenn alle Marktteilnehmer das Gleiche tun, geht es
schief. Alle Marktteilnehmer wollen nun so klug sein und schon vorher
kaufen. Dadurch steigt die Börse schon im Vorfeld erheblich an. Tritt
das gute Ereignis dann tatsächlich ein, haben bereits alle ihre Papiere
gekauft und es kommen keine Käufer mehr an die Börse. Die Papiere liegen
teuer in den schwachen Händen, die mit einem weiteren Anstieg rechneten.
Und so gibt es plötzlich mehr Verkäufer als kaufbereite Interessenten.
Die Baisse ist da und verstärkt sich durch ihre Anziehungskraft auf
das Publikum von selbst.
Fear
Sind alle negativ gestimmt, hat das wenige Erfahrene
Großinvestoren ('smart money') die Aktien den vielen Unerfahrene Kleinanlegern
abgekauft. Unerfahrene Kleinanleger sind frustriert draußen. Die Liquidität
ist vorhanden in den Geldbörsen der Unerfahrene Kleinanlegern, die
nun teuer, so nach und nach, über die gesamte Aufstiegsperiode die
Papieren vom Erfahrene Großinvestoren ('smart money') zurückkaufen
wollen
Greater-fools-Taktik
Es gibt immer noch einen dümmeren. Anleger vertrauen
darauf, dass eine Aktie weiter steigt, weil sie auch früher gestiegen
ist.
Leerverkäufe (short selling)
Mit ihnen kann bei sinkenden Kursen Geld verdient werden.
Es wird eine "geliehene" Aktie verkauft ind der Hoffnung,
sie später zu einem günstigeren Preis zurückkaufen zu können, um das
Papier dann wieder "zurückgeben" zu können. Technisch bekommt
der Investor vom Leihen und Zurückgeben nichts mit. Er verkauft und
kauft ("Position abdecken" oder auch "short covering")
über eine spezielles Short-Konto.
Long
Auf der Käuferseite sein
Long/short equity
Strategie, bei der unterbewertete Aktien gekauft und
überbewertete leer verkauft (short selling) werden.
Preanouncement-season
Am Ende eines jeden Quartals und vor Veröffentlichung
der Unternehmens-Ergebnisse geben Unternehmen gegebenenfalls Gewinnwarnungen
bekannt. Diese kommen meist unerwartet und haben somit großen Einfluß
auf die Kursentwicklung.
Quote
Aktienkurs
Short
Auf der Verkäuferseite sein
Short selling (Leerverkäufe)
Siehe 'Leerverkäufe
Spekulation
Spekulation ist diejenige geistige Tätigkeit, welche
aus der Erfahrung der Vergangenheit und der Beobachtung der Gegenwart
einen Schluss auf die Zukunft zieht und auf Grund eines solchen Schlusses
eine wirtschaftliche Handlung in der Absicht vornimmt, durch diese
einen Vermögensvorteil zu erlangen. (Börsen-Enquete-Kommission
1928)
Triple Witching Day
Siehe 'dreifache Hexenstunde'
Window dressing
Institutionelle Anleger kaufen (im Aufwärtstrend) beziehungsweise
verkaufen (im Abwärtstrend) zum Quartalsende Aktien, um die Quartalsberichte
besser aussehen zu lassen. Zum Beispiel werden in einem Aufwärtstrend
Standardtitel zur Schönung dieser Berichte gekauft, obwohl es unter
kurzfristigen Aspekten unklug wäre, sie im Depot zu halten.
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