Eine kurze Begriffserläuterung zu Beginn: Sparren
sind die vertikale Latten zwischen dem an der Wand befestigten Querträger - der
Wandpfette - und dem unteren auf Stützen ruhenden Querträger - der Fußpfette.
Achtung: Für die Richtigkeit und Vollständigkeit dieser Kurzanleitung wird keine Gewähr übernommen.
Benötigtes Material
- Eine Wandpfette
- Eine Fußpfette
- ggf. keilförmige Ausgleichshölzer
- Latten (Anzahl=Anzahl der Glasscheiben/Doppelstegplatten plus 1)
- Pfosten zur Stützung der Fußpfette
- Verzinkte Metallwinkel zur Verbindung der Fußpfette mit den Pfosten (Anzahl=Anzahl der Pfosten mal 2 minus 2)
- Zwei Verzinkte Metall-Bandeisen zur Verbindung der Fußpfette mit den Pfosten an den Außenseiten.
- 16cm-Bolzen zur Wandmontage der Pfette (Anzahl=Anzahl der Latten minus 1).
- Aluschienen mit VA-Schrauben (3 je lfd. Meter)
- Auflagegummis in Länge der Aluschienen
- Abstandshalter für Aluschienen in Länge der Schienen plus Länge Dachumrandung
- Seitengummis für Aluschienen mal zwei minus Länge Dachumrandung
- ungeschliffene/geschliffene Glasscheiben oder Doppelstegplatten mit/ohne UVA-Schutz (Anzahl=gewünschte Gesamtbreite dividiert durch Scheiben-/Doppelstegplattenbreite)
Benötigtes Werkzeug:
- Zwei solide Stehleitern
- Zwei Baustützen für die Montage der Fußpfette mit
Pfosten und Pfostenfüße.
- Bohrmaschine mit Drehmomenteinstellung zum Eindrehen der Schrauben.
Die Laufzeit eines Akkuschraubers ist zu kurz für die komplette Montage.
- 14mm Holzbohrer und 14mm Steinbohrer - passend
zu den von Ihnen verwendeten Bolzen zur Wandmontage
- 12mm Steinbohrer sowie 8mm Metallbohrer für je 3 Löcher je lfd. Meter Aluschiene
- Handkreissäge zum Anpassen der Länge Ihrer Pfosten
- Schleifmaschine zum Glätten der Schnittkanten von Pfosten und ggf. ungeschliffenen Glasscheiben
- Silikon + Kartuschenpistole: Klar für die Abdichtung an der Wand
- Drei Spanngurte zum behelfsmäßigen Verbinden der Fußpfetten auf den Stützen.
- Nusskasten- Sortiment zum Einschrauben der Bolzen
- Kreuzschraubendreher mittlerer Größe
- Wasserwaage
- großer Winkel
Vorarbeiten zur Montage
allgemeine Vorarbeiten
- Sparren-Auflagegummis auf die erforderliche Länge plus 3 jeweils Zentimeter - Menge entspricht der Anzahl Sparren.
- Keder-Auflagegummis auf die erforderliche Länge plus 3 jeweils Zentimeter - Menge = Anzahl Der Profile minus 2.
- Abdeckprofile vorbereiten:
Abstandshalter einsetzen - Innenprofile: nur einen in der Mitte, Außenprofile: zwei in der Mitte und Außen
Auflagegummi zum Sparren und kleinere Seitengummis einsetzen
Drei Bohrungen je lfd. Meter (Metallbohrer 8mm) von oben in die Mitte des Aluprofils
(Befindet sich ein Profil später unter einem Dachüberstand,
dann setzen Sie die erste Bohrung soweit von der Wand entfernt, dass Sie nach dem Aufbau dort problemlos herankommen)
Vorarbeiten am Pfostenfundament
Für Pfostenfüße zum Aufschrauben ist ein Betonsockel oder Mauerfundament erforderlich -
Gehwegplatten sind nicht ausreichend. Bei Verwendung von einzubetonierenden Pfostenfüßen
sollten diese erst in Beton gegossen werden respektive die schraubbaren Pfostenfüße erst
mit dann dem Fundament verschraubt werden, wenn die Konstruktion steht und ausgerichtet ist.
Vorarbeiten für die Wandpfette
Vorbohren (14mm Holzbohrer) der Wandpfette jeweils in der Mitte zwischen den Sparren.
Bei Verarbeitung von beispielsweise 15 Sparren bohren Sie demnach 14 Löcher.
Vorarbeiten bei Verwendung von ungeschliffenem Glas
Ungeschliffenes Glas (beispielsweise ungeschliffenes VSG-Glas - braucht nur
an der Seite mit der Schleifmaschine und 200er-Körnung nachgeschliffen zu werden, welche
sich nach der Montage nicht im Profil befindet - die ist in der Regel die untere,
über die das Regenwasser abläuft.
Als Wandanschluss schieben Sie ein - ggf. zur besseren Angleichung an
Unebenheiten der Wand auf Glaslänge gekürztes Aluminium-Profil - auf das Glas. Nach der Montage
wird der Übergang des Profils zur Wand mit Silikon abgedichtet.
Vorarbeiten bei Verwendung von Doppelstegplatten
Die Seite mit der bedruckten Schutzfolie ist diejenige mit dem UV-Schutz,
welche nach oben zeigen muss. Schutzfolie entfernen. Das grobporige und damit
atmungsaktive Klebeband kommt nach unten auf die Rinnenseite, das wasserdichte
Aluminium-Klebeband wird auf die Wandseite der Stegplatten geklebt. Hiernach
stecken Sie über die Klebebänder die Aluminium-Profile - ggf. zur besseren Angleichung an
Unebenheiten der Wand auf Glaslänge gekürzt. Nach der Montage
wird der Übergang des Profils zur Wand mit Silikon abgedichtet.
Anbringung der Wandpfette
Wandpfette mit wenigstens zwei Helfern auf die gewünschte Höhe halten. Mit
der Wasserwaage die Waagrechte prüfen und unter der Pfette eine Hilfslinie ziehen. Ein
Bohrloch an der Wand markieren. Wandpfette ablegen. Loch auf Länge des Bolzens plus zwei Zentimeter
bohren (14mm Steinbohrer) - wenn ein einstellbarer Bohreranschlag fehlt, markieren
Sie die Bohrtiefe am Bohrer mit Klebeband. Dübel ausreichend tief einsetzen, ggf. hierfür Dübelkopf abschneiden.
Wandpfette nicht ganz fest anschrauben und an der Hilfslinie ausgerichtet halten lassen.
Alle restlichen Löcher anzeichnen. Wandpfette etwas herunterschwenken und
restliche Löcher Bohren. Wandpfette in endgültige Position zurückschwenken und
mit allen Bolzen nicht ganz festschrauben. Die Bolzen werden nach Montage der
Sparren endgültig festgezogen.
Baustützen und Fußpfette
Mit provisorischen Baustützen die Fußpfette (gegenüber der Wandpfette) neben der
Mitte zwischen zwei Sparren auf die Pfostenfüße stellen - genau in die Mitte kommen später die Stützpfosten.
Hierzu die auf dem Boden liegende Fußpfette mittels der Spanngurte fest
mit den Baustützen verbinden und auf die Pfostenfüße stellen - und von zwei Helfern halten lassen.
Jetzt die äußeren beiden Sparren zum Verbinden der Pfetten auflegen und jeweils
eine Schraube noch nicht ganz festschrauben.
Jetzt die Höhe der Baustützen optimal einstellen - die Enden
vorgefertigter
Sparren sollten jeweils glatt auf den Pfetten aufliegen und die Fußpfette
muss absolut waagrecht sein (Wasserwaage). Wenn sie einfache Baumarkt-Latten
als Sparren verwenden, würde sich die Dachneigung als Verwindung in den
verschraubten Latten zeigen - dem ist zu begegnen, indem keilförmige
Korrekturhölzer auf die beiden Pfetten geschraubt werden, so dass die
Lattung vollflächig und gerade aufliegt.
Dann die Innenwinkel der Pfetten zu den Sparren über den absolut waagrecht
gehaltenen Winkel prüfen - ggf. die Fußpfette mit den provisorisch befestigten
Baustützen seitlich verschieben. Danach die Horizontale der Fußpfette nochmals prüfen (Wasserwaage).
Dann restliche Befestigungsschrauben dieser ersten beiden Sparren ansetzen und
alle diese Schrauben fest anziehen. Nun montieren Sie die restlichen Sparren
und ziehen alle Schrauben und Wandbolzen fest an.
Stützbalken montieren
Nun messen Sie die eingestellte Gesamtlänge der provisorischen Baustützen und
übertragen das Maß auf die Stützbalken - ggf. ist je nach Konstruktion die Länge
von Zapfen hinzuzurechnen oder der Bodenabstand vom aufschraubbaren Pfostenfuß
abzuziehen. Sinnvoll ist zudem, weitere zwei Zentimeter Luft zwischen dem Boden
des Pfostenfußes und der Pfostenunterkante abzuziehen - dieser Spalt muss später
beim Verschrauben manuell eingestellt werden.
Sägen Sie den ersten Pfosten auf die gemessene Länge und setzen Sie diesen ein.
Verschrauben Sie ihn zunächst noch nicht ganz fest oben an der Fußpfette. Prüfen Sie
die Vertikale des Pfostens mit Lot oder Wasserwaage, korrigieren Sie ggf. die Position
des Pfostenfußes. Verfahren Sie ebenso mit allen weiteren Pfosten.
Bei einzubetonierenden Pfostenfüßen muss jetzt der Beton gegossen werden
und zwölf Stunden abbinden. Jetzt
schrauben Sie die verzinkten Bandeisen außen und die Metallwinkel innen
zwischen Pfosten und Fußpfette. Bei zu verschraubenden
Pfostenfüßen zeichnen Sie jetzt die Bohrlöcher an, entfernen die Pfostenfüße nochmals und
bohren die Löcher (12mm Steinbohrer). Setzen sie Dübel ein und verbinden Sie Pfostenfüße und Pfosten.
Erst zum Schluss werden die Pfostenfüße ggf. unter Berücksichtigung des
Zwei-Zentimeter-Spalts verschraubt und alle Schrauben fest angezogen.
Glasscheiben auflegen
Diese Arbeit muss bei absoluter Trockenheit vorgenommen werden. Entfernen Sie
die Schutzfolie von der Klebefläche der den bereits zugeschnittenen
Auflagegummis der Aluschienen und kleben Sie alle Auflagegummis auf die Sparren. Schneiden
Sie seitlich über den Sparren hinausragende Gummiteile ab. Jetzt legen Sie
sämtliche Glasplatten/Doppelstegplatten auf die Sparren. Bei Glasscheiben
berücksichtigen Sie bitte die Bruchgefahr durch Verkanten und ungleichmäßige
Belastung oder Druck.
Abdeck-Aluprofile montieren
Erst jetzt schieben Sie die Alupfofile für den Wandanschluss
auf die oberen Scheiben und richten alle Scheiben aus. Danach werden die passenden Aluprofile
aufgelegt und durch das Anschrauben
zunächst nur unten an der Fußpfette fest
verbunden. Bedenken Sie hierbei, dass Sie
unterschiedliche Aluschienen vorbereitet haben und das zwischen Glas und Abstandshalter
etwas Luft sein sollte.
Jetzt können Sie das Dach
auf den Sparren betreten. Wenn Ihnen das
zu unpraktisch ist, legen Sie sich ein Holzbrett auf das Dach - am besten
auf einem Stück Teppich, damit nichts zerkratzt. Nun setzen Sie die restlichen
Schrauben in die Aluprofile ein und ziehen diese nur so fest an, dass der ggf.
vorhandene Gummi-Dichtring der Schraube leicht gequetscht wird.
Abdichtung des Wandanschlusses
Restarbeiten: Die überstehenden Auflagegummis schneiden Sie ab. Den
Übergang des Aluminiumprofils zur Wand dichten Sie mit Silikon oder besser
- da wesentlich haltbarer - mit Bitumen-Dichtmasse ab. Nun werden noch die
offenen Stirnseiten der Aluprofile mit den dazu passenden Winkeldeckeln verklebt
oder verschraubt (5mm Metallbohrer, 6mm Blechschrauben).
Regenrinnenmontage
Wer noch nicht genug hat, kann sich jetzt eine Regenrinne aus dem Baumarkt
an die Fußpfette schrauben.