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9. Besondere Tipps für Asthmatiker (Asthma bronchiale)


  • Nehmen Sie versuchsweise entgegen obiger Regel vermehrt Koffein (z.B. in Coca Cola) und Kalzium zu sich. Koffein vermindert jedoch die für die Leistungsfähigkeit des Immunsystems wichtige Kalziumaufnahme, daher muss ein Ausgleich zum Beispiel durch Einnahme von Kalziumtabletten erfolgen.
  • Nehmen Sie vermehrt Senf zu sich. Lösen Sie ihn jedoch nicht wie oft empfohlen in einer salzhaltigen Bouillon auf, sondern unbedingt in einer salzfreien, selbstgekochten Suppe o.ä..
  • Im Notfall vom Notarzt kein Beruhigungsmittel spritzen lassen. Asthmatiker wirken auf den Arzt während eines Anfalles oft nervös und aufgeregt. Ein Beruhigungsmittel würde das Atemzentrum dämpfen.
  • Lippen-Bremse während eines Anfalls anwenden, also nicht zu stark ausatmen
  • Haltung während eines Anfalls: Arme um den Hals, aufrecht sitzen.
  • Anregung des Kreislaufes während eines Anfalls durch eine körperliche Belastung, bei der man möglichst nicht sofort außer Atem kommt. Zum Beispiel Krafttraining, leichtes Joggen oder auch leichte sexuelle Betätigungen. Zu Letzterem ein Zitat aus "Erinnerungen an die Zeit unter Ford" von John Updike: "Je heftiger ich versuchte, Luft einzusaugen, desto schwerer fiel mir dies normalerweise unbewusst stattfindende Kunststück. Mein Rückgrat und mein Brustbein schienen zusammenzurücken wie die Wände der Kammer in Poes berühmter Horrorgeschichte. Es war absurd, in all meiner Panik und gebadet in kalten Schweiß, fühlte ich mich ... an Jennifers Besuch vor einem Jahr erinnert und wollte mit ihr schlafen, wollte der Szene einen anderen Schluss geben, einen, der mir passender schien als Jennifers peinlicher Abgang damals, und tat?s im Kopf, während meine Hand Wunder wirkte an meinem ungläubigen, schläfrigen Schwanz und meine Lunge, augenblicklich selbstvergessen, meinen aufgewühlten Organismus mit Sauerstoff versorgte."
  • Keinen Fisch essen
  • Halten Sie immer ein Dosieraerosol bereit. Es sollte zwar wegen der wachsenden Wirkungslosigkeit bei häufiger Anwendung nur in wirklichen Notfällen verwandt werden, das Wissen um diesen Nothelfer jedoch kann Ihnen helfen, sich zu entspannen und die Krise in den Griff zu bekommen.
  • Gegen einen akuten Asthmaanfall soll die Stimulierung eines bestimmten Körperpunktes durch leichte Massage helfen, die von dem Franzosen Jacques Gesret (http://www.asthme-reality.com/) entdeckt wurde. Seine weiteren Sichtweisen und Hilfen für Asthmapatienten sind zwar sehr eigen und umstritten. Doch sollte die Vorgehensweise, wenngleich ich sie nicht überprüft habe, nicht unerwähnt bleiben. Zitat Jacques Gesret: "Das Werkzeug ist ... der Zeigefinger. Der Punkt, der die Asthmakrise auslöst, ... befindet sich unter der linken Achsel, zwischen den Rippen zwei und drei oder drei und vier und ist bei Berührung sehr schmerzhaft. Das Auffinden ist nicht schwierig, denn bei Druck auf diesen Punkt provoziert er einen Grimassen- und Vermeidungsreflex. Unter dem Finger fühlt man so etwas wie eine bewegliche Fettkugel. Dort muss man eine langsame, leichte damit erträgliche Massage - in Richtung der Rippen drückend - ausführen. Es ist darauf zu achten, dass man in dem zwischen den Rippen liegenden Bereich bleibt. Gleichzeitig wird der Patient mehrere tiefe Einatmungen durchführen; nach vier oder fünf hört die Krise augenblicklich auf. Dieser Punkt ist übrigens auch außerhalb jeder Krise wirksam, er erhöht die Vitalkapazität." (Anmerkung: Vitalkapazität meint hier die Tiefe und das Volumen der Atmung)

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