7.4 Chemikalien-Allergiker
Wie wir gesehen haben, kommen nicht nur Pollen als Auslöser allergischer Reaktionen in Frage, sondern auch Chemikalien. Die Empfindlichkeit erhöht sich, wenn die Belastung des Immunsystems mit diesen Stoffen durch häufiges Tragen neuer noch nicht ausgewaschener Kleidung belastet wurde.
Die Vermeidung besteht hier in:
- zwei- bis dreimaligen Auswaschen der mit Stoffverarbeitungs-, Imprägnierungs- und glättenden Chemikalien sowie Pestiziden behandelten Stoffe und Kleidungsstücke vor dem ersten Tragen oder Bearbeiten.
- Sofern keine Baumwollallergie besteht, reine Baumwolle wählen. Ggf. auf Seide ausweichen.
- Nur milde Shampoos und Seifen verwenden. Bei Auftreten von Reaktionen zu Produkten mit anderen Inhaltsstoffen wechseln.
- Haut-, Haar- und Körperpflegeprodukte bis auf Seife und milde fettende Hautcremes (z.B. Nivea) meiden. Letztlich ist diese Art der Hautpflege nur ein weiteres Bombardement unserer Haut mit Chemikalien.
- Entfernen aller Plüsch- und Kuscheltiere aus dem Kinderbett. Falls Ihr Kind auf ein Kuscheltier besteht, sollte es wöchentlich mit 60 Grad gewaschen werden. Nach dem Kauf von Wäsche und Plüschtieren müssen diese wegen der darin enthaltenen Chemikalien aus Imprägnierungen, Mottengiften und Anti-Schuppen-Mitteln mit dreimaligen Waschen so weit als möglich herausgelöst werden.
- Der emotional schwierigste Schritt: Entfernen Sie für wenigstens vier Wochen alle Haustiere (Hund, Katze, Meerschweinchen etc.) aus der Wohnung und reinigen Sie Böden, Polster und glatte Flächen extrem gründlich mit einem Nasssauger. Gardinen, Bettwäsche und Zierkissen und ähnliches müssen ebenfalls wenigstens gewaschen werden, weil ansonsten jede Bewegung größere Mengen an luftbelastenden Teilchen freisetzt. Diese Maßnahme reduziert die Belastung des Immunsystems erheblich und hilft hierüber auch demjenigen, welcher nicht gegen Haustiere allergisch ist.


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